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Chakuza

Chakuza kennt Höhen wie Tiefen als Mensch und als Künstler. Denn die Geschichte des Rappers Chakuza ist eine Geschichte von Erfolg und Enttäuschung, von Aufstieg und Aufprall, von laut und leise. Eine aufregende Geschichte ist es allemal.

Aus dem behüteten Linz ging es für Chakuza von einem Tag auf den anderen direkt in den Berliner Großstadtdschungel, vom Kellerstudio direkt auf die Bühne neben einen der größten und kontroversesten Szene-Stars. Das eigene Produzententeam Beatlefield produzierte in fünf Jahren etliche Erfolgsalben, Chakuza platzierte drei eigene Platten in den Top 10 der deutschen Charts. Als die Verträge bei Ersguterjunge ausliefen, stand Chakuza vor der schweren Aufgabe, seinen Fans und sich selbst zu erklären, wer er als Künstler tatsächlich ist.

Der Kraftakt gelang, sein Four Music-Debüt Magnolia wurde Chakuzas bis dato beste Platte für Kritiker wie Fans. Das Album stieg auf Platz 5 der deutschen Charts, in Österreich sogar auf den dritten. Über 50.000 Mal hat sich Magnolia mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft. Vom Rapper der eher härteren Gangart mauserte er sich zum ernstzunehmenden HipHop-Künstler mit breitem musikalischen Spektrum und selbstreferenziellen Texten.

Sein Album EXIT geht diesen Weg konsequent weiter. Es ist in einem Haus des Künstlerkollektivs In Vallis in der ländlichen Einöde Hollands, 80 Kilometer entfernt von Köln, entstanden. EXIT ist kein Beat-Sammelsurium, wie man es von anderen Rap-Platten kennt, sondern ein Gesamtwerk mit rotem Faden aus dem sprichwörtlichen einen Guss. Wahrscheinlich auch weil es mit RAF Camora nur ein Rap-Feature gibt, und mit Jonathan Walter und Maxim nur zwei weitere Gäste auftauchen, die dazu noch perfekt in die raue, melancholisch aufgeladene Textur von EXIT passen. Die Songs basieren nicht auf HipHop-Beats nach Schema F, aber natürlich kann Chakuza nicht aus seiner Haut als Rapper. Mit so viel Energie hat man ihn schon lange nicht mehr am Mikrofon erlebt. In der musikalischen Welt zwischen zurückhaltendem Indie-Rock und hochaktuellem Cloud Rap fühlt sich Chakuza sichtlich wohl.

Eines hat sich nicht verändert: Chakuza ist nach wie vor angefressen. Auch aus dieser Haut kann er nicht. Er raunzt und schnaubt, begibt sich in ein dunkles Loch, auch um sich dort nicht nur zu arrangieren, sondern vielleicht sogar ein wenig gut zu fühlen. Er motzt über die normalen Probleme, die jeder hat. Ohne Kitsch und Blumereien. Eine ganz spezielle Energie ist in Chakuzas Rap-Parts zu spüren, auch wenn EXIT in seiner Gesamtheit ein leises Album geworden ist. Ein Album, das keinen Lärm, Stress, kein Gebrüll braucht, um groß zu sein.

Releases

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    Chakuza
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      • Artist: Chakuza
       
      • Erscheinungsdatum: 03.12.2010
       
      • Format: Mixtape